1. So bekommst du den Designer-Job, den du verdienst

    Die Jobs im Bereich Design sind begehrt, und es gibt deutlich mehr Bewerber als Stellen. Gerade in Krisenzeiten ist es deshalb wichtig, daß man sich von der Masse abhebt, wenn die Bewerbung erfolgreich verlaufen soll. Wenn du auf allen Stationen der Bewerbung ein paar Punkte beherzigst, hast du schon bessere Voraussetzungen als die meisten anderen:

    Station 1: Die Bewerbung

    07.02.2009 ✭ Schlagwörter: Keine Kommentare

  2. Sind wir Designer oder Entwickler?

    Roger Johansson macht sich in einem kürzlich erschienenen Artikel Gedanken über die passendste Bezeichnung für seine Tätigkeit und fragt in die Runde, welche Jobbezeichungen sich Webschaffende heute selbst am liebsten verleihen. Hier findet ihr eine deutsche Übersetzung des Artikels:

    Auf der “Über mich”-Page dieser Website habe ich mich immer “Entwickler/Designer/Gelegenheitsautor” genannt. Das ist ein bißchen verwirrend, und ich finde es immer noch schwierig zu wissen, was ich antworten soll, wenn mich jemand fragt mit was ich mein Geld verdiene. Bin ich ein Webdesigner? Ein Webentwickler? Ein Webprogrammierer? Alles zugleich? Nichts davon? Es ist wirklich eine schwierige Frage, um eine einfache Antwort darauf zu geben.

    Meine Antwort hängt davon ab, wer fragt, wann, warum und unter welchen Umständen. Manchmal sage ich “ich arbeite mit dem Web” oder “Ich baue Webseiten”; beides ist richtig aber beschreibt nicht wirklich was ich tue. Es wäre einfacher, eine kurze, schlichte und halbwegs präzise Antwort geben zu können.

    Auf gewisse Art und Weise bin ich durchaus ein Designer, obwohl ich momentan wenig bis gar kein Grafikdesign mache. Viele machen den Fehler zu denken, daß Design dasselbe ist wie Grafikdesign, aber Design dreht sich auch darum, Dinge zum Laufen zu bringen. Und weil ich genau das tue, sollte ich mich vielleicht Webdesigner nennen.

    Aber ich tue es nicht. “Webdesigner” ist für mich eine Tätigkeitsbezeichnung, die stark negativ durch meine Erfahrungen mit der Dotcom-Blase geprägt ist. Sie erinnert mich an die Massen von ungelernten Leuten, die angestellt wurden, nur weil die großen Agenturen mehr Angestellte brauchten. Es läßt mich auch an die Hobbyisten denken, die den WYSIWYG(What you see is what you get)-Modus einer gecrackten Dreamweaver- oder GoLive- Kopie benutzten, um Seiten zu bauen. Daher finde ich es sehr schwierig, mich einen Web Designer zu nennen.

    Als eine Alternative habe ich eine zeitlang “Web Developer” benutzt. Das Problem hiermit ist, daß die meisten Leute annehmen, daß ein Webentwickler vor allem Backend-Programmierung macht, was ich nicht wirklich viel mache. Aber es klingt immerhin professioneller als Webdesigner.

    Welche anderen Möglichkeiten haben wir? Nun ja, es gibt Titel wie User Interface Programmierer, Front End Entwickler, User Experience Architekt (argh, ich bin allergisch auf den Ausdruck “User Experience”!), und weitere. Es gibt viele Titel, aber wenige, die wirklich beschreiben, was ich mache, sodaß es auch für jemanden, der nicht in der Webindustrie arbeitet, verständlich ist.

    Ist dies tatsächlich ein Problem? Die meiste Zeit nicht. Aber es ist ein bißchen dümmlich, dem Friseur oder Nachbarn nicht sagen zu können, mit was man seine Brötchen verdient, sodaß derjenige es auch versteht. “Ich arbeite mit dem Internet” oder “Ich mache Webseiten” scheint irgendwie zu funktionieren, aber das sagt nichts darüber aus, ob ich Grafikdesign, Programmierung, oder beides mache.

    Und deshalb möchte ich gerne denjenigen, die das hier lesen und die nicht wirklich Grafikdesign machen, sondern hauptsächlich mit HTML, CSS, JavaScript und Barrierefreiheit arbeiten, folgende zwei Fragen stellen:

    1. Betrachtet ihr euch als Designer oder Entwickler?
    2. Nennt ihr euch Designer oder Entwickler?

    Wenn ihr Lust habt, schreibt gerne mit Begründung.

    Der Begriff Webdesigner scheint auch im englischen Sprachraum in Ungnade gefallen zu sein, was ich sehr schade finde. Denn eigentlich beinhaltet diese Bezeichnung doch noch das meiste von dem, was viele Webschaffende tun: Grafik und Technik miteinander zu vereinbaren, ein bißchen Informationsarchitektur, ein bißchen Programmierung und dafür zu sorgen, daß die Dinge funktionieren, und zwar unabhängig von Browser und Plattform.

    BTW: Wer weiß, wie man einen Block von mehreren Absätzen mittels Textile-Notation in ein Blockquote packt? Ich weiß es leider nicht und muß mir daher vorläufig mit Strichellinien behelfen…

    16.08.2007 ✭ Schlagwörter: 14 Kommentare

  3. Ausbildung Mediengestalter: done.

    Nach zweieinhalbjähriger Ausbildung mit einem Arbeitsplatzwechsel (siehe hier) und schier endlosen Lernstrapazen (nein, ganz so schlimm war es nun auch wieder nicht) ist es endlich geschafft. Seit heute darf ich mich mit folgendem Titel schmücken:

    Mediengestalterin für Digital- und Printmedien, Fachrichtung: Mediendesign/Nonprint.

    14.02.2007 ✭ Schlagwörter: , Keine Kommentare

  4. Lieber Ex-Chef,

    gestern, nach 438 Tagen und etlichen Aufforderungen, durfte ich nun endlich dein Arbeitszeugnis in den Händen halten. Dies möchte ich zum Anlaß nehmen, noch einige Worte an dich zu verlieren.

    Ich möchte dir dafür danken, daß du tagtäglich deinen Frust über dein beschissenes Leben an der einzigen Person ausgelassen hast, die in der Nähe war:

    An mir.

    13.10.2006 ✭ Schlagwörter: , 5 Kommentare

  5. Die sieben Todsünden des selbsternannten Webdesign-Profis

    Webdesigner gibt es wie Sand am Meer. Jeder behauptet natürlich, der beste zu sein. Nicht die Hälfte davon hat wirklich Ahnung vom Metier.

    Leider gehen auch heute noch viel zu viele Websites online, die nicht den aktuellen Qualitätsstandards entsprechen. Oft haben die Macher ihr Handwerk vor Jahren einmal erlernt und denken, daß sie nun alles können. Da die Internettechnologie sich aber sehr schnell entwickelt und in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht hat (man bedenke nur, daß dieser Markt vor nur einem Jahrzehnt noch in den Kinderschuhen steckte!), ist es wichtig, ständig up-to-date zu bleiben, wenn man mit einer professionellen Website brillieren will.

    Anhand einiger sicherer Kriterien kann man die Spreu vom Weizen trennen. Daher hier eine Sammlung der sieben wichtigsten:

    Keywords, die über zwanzig Zeilen gehen

    Ein Blick in den Quellcode fördert es zutage:
    Da steht ein ganzer Rattenschwanz an Keywords, sorgfältig aufgelistet, im Kopfbereich der Datei. Was zunächst wie findige Suchmaschinenoptimierung aussieht, ist in Wirklichkeit nur eine überholte Methode, das Dokument suchmaschinentauglich zu machen.

    Denn der moderne Suchrobot geht anders vor:

    Er scannt das Dokument von oben bis unten ein und beschließt anhand komplexer Algorithmen selbst, welcher Inhalt wichtig ist. Darunter fallen z.B. Texte, die als Überschriften ausgezeichnet sind. Außerdem werten die Suchspider oftmals Dinge, die am Anfang des Dokuments stehen, als wichtiger. Die Meta-Tags im -Bereich werden hierfür nicht berücksichtigt und sind dann eher hinderlich, da sie den Quelltext unnötig aufblähen und dadurch das Wichtige, nämlich der eigentliche Inhalt, zu weit nach unten gerückt wird.

    Versteckte Seitenelemente für Suchmaschinen

    Auch hier entlarvt wieder ein Blick in den Quelltext.

    Ein DIV-Element, meistens im unteren Bereich des Dokuments, enthält alle noch so wichtigen oder unwichtigen Suchbegriffe für die Seite. Oft ist das beispielsweise eine Auflistung aller Ortschaften der näheren Umgebung, wovon sich die Websiteersteller eine größere Erreichbarkeit der Seite versprechen. Mittels einer einfachen CSS-Angabe wird dieser ganze Wust dann einfach für den Normalsurfer ausgeblendet, bleibt für Suchmaschinen jedoch sichtbar.

    Doch diese Praxis kann böse Folgen haben:
    Wenn Suchmaschinen wie Google diesen Schwindel aufdecken, wird die Seite kurzerhand aus dem Index genommen, das heißt sie taucht dann gar nicht mehr in den Suchergebnissen auf. So geschehen erst kürzlich mit der Internetpräsenz eines namhaften bayrischen Automobilherstellers.

    Flash-Website ohne Sinn und Zweck

    Immer wieder gern genutzt, um nichtsahnende Kunden hinters Licht zu führen. Jaaa, wir designen mit Flash, der Technologie der Profis!

    Auf der Startseite zischt das Logo fetzig animiert in den Sichtbereich, und hier und da wackelt, blinkt oder vibriert etwas. Und der Text scrollt nur dann, wenn man mit der Maus einen Salto rückwärts ausführt.

    Das beeindruckt zwar den in Internet-Dingen nicht so bewanderten Kunden, jedoch muß der ja auch nicht erfahren, daß die Usability dabei meistens komplett auf der Strecke bleibt.

    Denn natürlich hat man sich gar nicht erst die Mühe gemacht, die Website für möglichst alle Benutzergruppen zugänglich zu machen: Sehbehinderte, motorisch Eingeschränkte, Benutzer von Textbrowsern, PDA-Nutzer usw. müssen leider draußen bleiben. Dies gilt im übrigen auch für Suchmaschinenrobots.

    Klassiker: “Diese Seite wurde mit Frames realisiert. Ihr Browser kann aber keine Frames darstellen.”

    Wie waren wir alle glücklich, als man Webseiten endlich mit Frames unterteilen konnte. Nur leider ist das schon viele Jahre her und die Webentwicklung hatte gerade erst das Laufen gelernt. Heute gibt es wesentlich effizientere und sinnvollere Techniken, um ein Layout umzusetzen.

    Semantisch inkorrekter Quelltext

    CSS ist zwar in jedem Fall einer HTML-Formatierung vorzuziehen, jedoch macht es nicht viel Sinn, Überschriften mit Styles wie

    auszuzeichnen. Denn dafür sind die Überschriften-Tags gedacht.

    Verletzte Impressumspflicht

    Wozu denn ein Impressum? Das ist doch was für Langweiler! Schließlich haben wir auf der x-ten Unterseite ein flashiges Kontaktformular (siehe weiter oben unter “Flash-Website”)!

    Ob die wohl wissen, daß diese Nachlässigkeit mit bis zu 50000 Euro Bußgeld geahndet werden kann?

    …und zu guter Letzt:

    Absurde Werbeversprechen

    “Bei uns bekommen Sie in drei Tagen eine Website, alles inklusive für nur 500 Euro!”

    Wer auf solche Versprechen hereinfällt, der bekommt entweder eine 08/15-Lösung wie zig andere Kunden zuvor auch, oder hat nachher den Ärger mit einem schlecht aufgesetzten System, das mehr Arbeit als Nutzen bringt.

    “Wir bringen Sie bei Google auf Platz eins!”

    Finger weg von Dienstleistern, die die Top-Position egal für welchen Begriff versprechen. Auch der beste Suchmaschinenprofi kann nur dafür sorgen, daß die Seite die Voraussetzungen für ein gutes Listing bestens erfüllt und _weit vorn_ gelistet wird. Wer aber letztendlich auf Platz eins erscheint, das entscheiden die komplexen Rankingalgorithmen der jeweiligen Suchmaschine.

    26.08.2006 ✭ Schlagwörter: , 3 Kommentare

  6. Herausforderung 4-Tage-Woche

    Diese Woche erschien ein Artikel bei A List Apart, der für mich ein paar interessante Denkansätze lieferte. Ryan Carson beschreibt darin seinen erfolgreichen Weg zu mehr Effektivität bei kürzerer Arbeitszeit. Hier folgt der Artikel in der Übersetzung:

    13.05.2006 ✭ Schlagwörter: Ein Kommentar

Hallo, ich heiße Birgit Zimmermann und blogge hier über Webdesign und Webentwicklung, aber auch über persönliche Dinge. mehr Info…

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