So bekommst du den Designer-Job, den du verdienst

Die Jobs im Bereich Design sind begehrt, und es gibt deutlich mehr Bewerber als Stellen. Gerade in Krisenzeiten ist es deshalb wichtig, daß man sich von der Masse abhebt, wenn die Bewerbung erfolgreich verlaufen soll. Wenn du auf allen Stationen der Bewerbung ein paar Punkte beherzigst, hast du schon bessere Voraussetzungen als die meisten anderen:

Station 1: Die Bewerbung

“Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck.”

Üblicherweise ist deine Bewerbung das erste, was ein Personaler von dir sieht. Immer wieder landen massenhaft Bewerbungen auf dem Tisch, die aus einer Standard-Bewerbungsmappe aus dem Schreibwarenhandel, einem Anschreiben und den üblichen Dokumenten bestehen. Diese ernten meistens nicht mal einen zweiten Blick.

Lege daher deine ganze Wertschätzung in deine Bewerbung: Schreibe sorgfältig und stilsicher. Rechtschreibfehler haben in einer Bewerbung nichts zu suchen. Schreibe selbstbewußt, aber ohne zu übertreiben. Und lasse ruhig den ein oder anderen persönlichen Touch zu, anstatt beim sterilen tabellarischen Lebenslauf zu bleiben. Und: Handle nach dem “Klasse statt Masse”-Prinzip. Schreibe lieber fünf gute Bewerbungen anstatt 100 nichtssagende. Sei überzeugt davon, daß genau die ausgeschriebene Stelle dein neuer Traumjob ist, und daß du bei dieser Firma arbeiten willst. Wenn die Firma dich nicht wirklich interessiert, dann bewirb dich dort nicht.

Und das wichtigste: Designe deine Bewerbung! Sorge dafür, daß sie unter den ganzen Fertigmappen heraussticht! Laß erkennen, daß du Sorgfalt in deine Arbeit legst. Was könnte besser für dich sprechen, als eine Bewerbung, die dein Verständnis für Typografie, Form, Farbe und Informationsdesign beweist. Da heute ohnehin die meisten Firmen elektronische Bewerbungen bevorzugen, bist du in der Wahl des Formats ziemlich frei und kannst dich zB in einem PDF so richtig austoben.

Ich hatte den besten Erfolg mit einem mehrseitigen PDF, in dem alle wichtigen Eckdaten enthalten sind sowie alle wichtigen Fähigkeiten mit ein paar Beispielen belegt waren. Und natürlich von vorne bis hinten mit Liebe gestaltet.

Station 2: Das Portfolio

Die erste Hürde ist geschafft, der Personaler hat dich wahrgenommen und möchte mehr von dir wissen. Als Designer hast du natürlich ein aussagekräftiges Portfolio im Netz!

Was ist dort zu sehen? Wenn du dich als Experte für Webstandards profiliert hast, dann bringt es natürlich wenig, das Online-Portfolio mit Layouttabellen aufgebaut zu haben.

Im Portfolio sollten deine besten Arbeiten, und nur diese, zu sehen sein. Lasse lieber ein paar Dinge weg, von denen du nicht vollends überzeugt bist. “Ich war jung und brauchte das Geld!” zieht hier nicht.

Ein einfacher Weg zur Informationsbeschaffung ist natürlich auch die Google-Suche nach deinem Namen. Dort tun sich manchmal Welten auf! Stell daher sicher, daß die Welt, die sich über dich auftut, eine ist, die den Personaler nicht abschreckt (Stichwort Partyfotos…).

Station 3: Das Gespräch

Wenn die Firma an dir interessiert ist, wird bald eine Einladung zum Bewerbungsgespräch folgen.

Hier ganz besonders wichtig: Sei du selbst!
Mache einen ordentlichen, gesellschaftstauglichen Eindruck, aber verstelle dich nicht. Komme gut angezogen, aber keinesfalls overdressed.

Das gleiche gilt für das eigentliche Gespräch:
Sei freundlich, selbstbewußt und offen. Laß’ dich nicht aus der Ruhe bringen, selbst wenn die Fragen etwas persönlicher werden (zB “Warum dieser Knick im Lebenslauf?”). Antworte einfach nach bestem Wissen und Gewissen. Die dort mit dir am Tisch sitzen, wollen dich ja nicht kleinkriegen, sondern haben ein Interesse an dir und möchten dich genauer kennenlernen. Ich habe mehr als nur einen Richtungswechsel im Lebenslauf, sehe das aber eher als Vorteil, da es mir geholfen hat, die Welt aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, Erfahrung zu sammeln und nicht zuletzt ein “einmaliges Skillset” zu erwerben.

Fazit: Sei engagiert, zeig Leidenschaft für deinen Beruf, und beweise, daß du der beste Mann / die beste Frau für den Job bist!

In diesem Sinne eine erfolgreiche Bewerbung ;-)

07.02.2009 ✭ Schlagwörter: Keine Kommentare

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Hallo, ich heiße Birgit Zimmermann und blogge hier über Webdesign und Webentwicklung, aber auch über persönliche Dinge. mehr Info…

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