Liebe Firma IKEA,

am Samstag, den 5.07.2008 habe ich deine Erlebniswelt in München-Brunnthal aufgesucht, um meine Ausstattung für die neue Wohnung zu komplettieren. Kernstück sollte das Regal EXPEDIT sein.

Da ich neu hier in der Stadt bin und niemanden kenne, habe ich an diesem Tag extra zwei starke Männer aus meiner Heimat (gut 250 km entfernt) anrücken lassen, um mir beim Aufbau des Regals zu helfen, denn schon auf deiner Website steht ja: Nicht alleine aufbauen.

Wir holten also zu dritt das Regal, deckten uns natürlich wie immer auch mit ein paar ungeplanten Kleinigkeiten ein und nahmen außerdem eine ordentliche schwedische Mahlzeit zu uns. Die drei Einzelverpackungen des Regals kontrollierten wir an der Kassenschlange nochmals sorgfältig auf die richtigen Nummern.

Voller Vorfreude fuhren wir nach Hause und trugen die neuen Sachen in meine Wohnung im vierten Stock. Doch beim Auspacken dann die böse Überraschung: In einem der drei Kartons waren falsche Teile verpackt worden und somit war es unmöglich, das Regal aufzubauen. Unverrichteter Dinge fuhren also die zwei starken Männer wieder ab.

Vorher riefen wir aber noch zusammen deine gebührenpflichtige Hotline an in der Hoffnung, daß du vielleicht diesen Fehler wiedergutmachen willst, indem du in den nächsten Tagen einen deiner Mitarbeiter mit den richtigen Teilen vorbeischickst, der mir dann (soviel Zeit muß sein) schnell und unkompliziert beim Aufbauen hilft.

Es folgten Gespräche mit mehreren deiner Servicemitarbeiter. Die stellten sich angesichts der Lage als gar nicht so serviceorientiert heraus und hatten für mein Anliegen nicht allzu viel Verständnis.

Nach einer halben Stunde engagierten Debattierens über Servicerichtlinien und Kundenfreundlichkeit wurde mir ein Rückruf innerhalb der nächsten Tage zugesichert, denn für solche Entscheidungen hast du deinen Service-Mitarbeitern leider keine Befugnis erteilt.

Der Rückruf kam dann auch, und zwar am Dienstag, den 8.07. Es wurde ein Termin für den 18.07. vereinbart, auf den ich mich eine ganze Woche freute und für den ich eifrig Überstunden aufbaute.

Am Mittwoch, den 16.07., rief mich erneut einer deiner Mitarbeiter an um mir mitzuteilen, daß der Lieferant (DER Lieferant?) leider an einer Lungenentzündung erkrankt sei. Das Angebot, das Regal einer Spedition zu übergeben, mußte ich ablehnen, da von dieser wohl eher keine Hilfe beim Aufbau zu erwarten wäre. Somit wurde die Lieferung um unbekannte Zeit verschoben.

Liebe Firma IKEA, meine Wohnung sieht seit zwei Wochen aus wie ein Saustall, weil der meiste Platz von einem halbaufgebauten Regal eingenommen wird, das auf seine Abholung wartet, weil ich dadurch die restlichen Möbel nicht an ihren richtigen Platz stellen und folglich auch den Großteil meiner Sachen nicht einräumen kann.

Ich würde mich wirklich freuen, wenn du baldmöglichst dein Malheur ausbügeln und so deinen Teil dazu beitragen würdest, meine Wohnung endlich bewohnbar zu machen. Gleichzeitig hoffe ich natürlich, daß dein Lieferant ganz schnell wieder gesund wird, denn sicherlich wäre es für IKEA Brunnthal mehr als unangenehm, aufgrund dieses Ausfalls mehrere Wochen lang seine Kunden nicht beliefern zu können…?!

Ich warte also gespannt und voller Hoffnung auf deine baldige Antwort.

Hejdo und bis demnächst,

deine Kundin Birgit

(Nachtrag: Der Artikel ist auf den Tag des Schreibens datiert. 20 Tage später steht eine Antwort immer noch aus. Ob die wohl noch kommt? Das Regal wurde am 30.07. ersetzt. Der Lieferant wußte von der ganzen Geschichte nichts, ließ sich aber zum Aufbauen überreden.)

17.07.2008 ✭ Schlagwörter: , Keine Kommentare

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