Bierglas-Illustration in Photoshop

Mit dem Frühling nähert sich bekanntlich die Biergarten-Saison. Wer es nicht erwarten kann, der kann sich ja derweil mit Photoshop die Zeit vertreiben und sich einen kühlen Gerstensaft für den Bildschirm brauen.

Falls du unter 18 bist, ist das natürlich ein Limonadenglas ;)

Lege ein neues Dokument an mit den Maßen 500×360. Erstelle eine neue Ebene und fülle sie mit der Farbe #c18d00. Gib der Ebene eine Verlaufsüberlagerung von Schwarz nach Weiß mit 75% Deckkraft und Modus “Weiches Licht”, Winkel 135°.

Erstelle eine neue Ebene namens “Perlen” und wähle das Pinselwerkzeug. Erstelle dir in der Pinsel-Palette einen Pinsel mit folgenden Einstellungen:

  • Pinselform: rund, Durchmesser 13px, Härte 100%, Abstand 400%
  • Formeigenschaften: Größen-Jitter: 100%, Mindestdurchmesser 33%
  • Streuung: 1000%, beide Achsen, Anzahl 1, Anzahl-Jitter 70%

Male mit weißer Farbe ein paarmal quer über das Bild. Achte darauf, daß nicht zu viele Perlen ineinanderlaufen. Mit dem Verflüssigen-Filter (Shift+Apfel+X / Shift+Strg+X) kannst du die Perlen vorsichtig etwas verformen, damit sie echter aussehen. Stelle nun in der Effektepalette folgendes ein (alles andere bleibt in der Defaulteinstellung):

  • Flächenoptionen (erweiterte Füllmethode): Deckkraft 7%
  • Schlagschatten: Deckkraft 55%, Abstand 2px, Größe 2px, Winkel 120°
  • Abgeflachte Kante und Relief: Größe 8px, Deckkraft der Lichter: 90%, Deckkraft der Schatten: 0%
  • Farbüberlagerung: Weiches Licht, #cfa700, 50% Deckkraft
  • Verlauf von Schwarz nach Weiß, Negativ multiplizieren, Deckkraft 14%, Winkel 125°

Das Ergebnis ist ungefähr folgendes:

Mache nun eine Kopie von der Perlen-Ebene und füge sie dahinter ein. Lösche die Farb- und die Verlaufsüberlagerung von dieser Ebene. Drehe die Ebene um 180° und wende Filter > Weichzeichnungsfilter > Gaußscher Weichzeichner mit einem Radius von ca. 3px darauf an. Hierdurch werden die Perlen auf der anderen Seite des Glases angedeutet:

Kopiere nun die Ebene “Perlen-Kopie” und nenne sie “Blasen”. Lösche den Inhalt der Ebenene (Strg/Apfel+A, Backspace), und verwende nun deinen Pinsel von vorhin, aber ändere folgende Parameter ab:

  • Pinselform: Durchmesser 5px, Abstand 330px
  • Streuung: 360%

Ziehe einige senkrechte Blasensäulen senkrecht durch das Bild. Ändere bei der Ebene die folgenden Effekte ab:

  • Deckkraft der Fläche: 8%
  • Schlagschatten: Deaktivieren
  • Abgeflachte Kante und Relief: Größe 5px, Deckkraft Lichter 100%, Deckkraft Tiefen 40%
  • Farbüberlagerung: #d5af12, weiches Licht, 100%

Wende hier noch einen Gaußschen Weichzeichner mit 0,7px Radius an.

Sieht doch schon ganz lecker aus, oder? :)

Jetzt kommt die Struktur des Glases dran. Für ein bißchen mehr 3D-Feeling erstelle zunächst eine neue Ebene namens “Plastizität” mit einem reflektierten Verlauf von Schwarz nach Weiß von der Mitte bis etwas außerhalb des Bildrands (aktiviere ggf die “Umkehren”-Option). Halte die Shift-Taste beim Ziehen des Verlaufs gedrückt, damit er waagerecht wird.

Lege mit dem “Abgerundetes Rechteck”-Werkzeug mit Eckradius 50px eine neue Form mit weißer Füllfarbe an, stelle den Ebenenmodus auf “Weiches Licht” und stelle die folgenden Effekte ein:

  • Fülloptionen (erweiterte Füllmethode): Deckkraft 11%
  • Schein nach außen: Farbe weiß, Deckkraft 10%
  • Schein nach innen: weiß, Deckkraft 10%
  • Verlaufsüberlagerung von Schwarz nach Weiß, Modus “Hartes Licht”, Deckkraft 17%, Winkel 0°

Kopiere diese Form zweimal und ordne sie wie auf dem Bild weiter unten an.

Für eine realistischere Glasoberfläche lege nun eine passende Textur über das Bild (ich habe diese hier verwendet – vielen Dank an D Sharon Pruitt!). Invertiere die Ebene (Strg/Apfel+I), drehe und bewege sie ggf. etwas und setze den Ebenenmodus auf “Ineinanderkopieren”, Deckkraft 15%.

Erstelle nun einen Tropfen mit dem “Eigene Form”-Werkzeug:

Verforme ihn nach Belieben mit dem “Punkt Umwandeln”-Werkzeug, bis er eine realistische Form erhält. Übernimm die Ebeneneffekte von der “Perlen”-Ebene, aber softe den Schlagschatten etwas ab (Deckkraft 33%, Abstand 3px, Größe 5px). Achte darauf, daß unter dem Tropfen keine Perlen sichtbar sind, maskiere oder radiere diese ggf. weg.

Jetzt fehlt nur noch ein bißchen Schaum. Male auf einer neuen Ebene mit folgenden Pinseleinstellungen und weißer Farbe eine Schaumkrone in die obere Ecke:

  • Pinselform:
  • Formeigenschaften: Größen-Jitter 25%, Mindestdurchmesser 25%, Winkel-Jitter 30%
  • Streuung 11%, Anzahl 1, Anzahl-Jitter 70%

Bringe mit einem hellen Grau (#a5a5a5) und ca. 20% Deckkraft ein bißchen Plastizität in den Schaum. Variiere dabei leicht die Größe und die Jitter-Parameter des Pinsels. Stelle nun noch die folgenden Ebeneneffekte ein:

  • Schlagschatten: Deckkraft 13%, Abstand 5px, Größe 13px
  • Schein nach außen: Deckkraft 100%, Farbe #e1e1e1 und Größe 3px.

Wohl bekomm’s! :)

12.04.2010 ✭ Schlagwörter: , 5 Kommentare

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5 nette Menschen haben einen Kommentar hinterlassen:

  1. reADactor schrieb am 8.05.2010 um 19:56 Uhr:

    nice result. i don’t speak german but the screenshots speak from itself. i like the setting from the brush.

    bravo for web design of yr blog.

    regards

  2. Birgit schrieb am 9.05.2010 um 23:29 Uhr:

    thanks reADactor, glad you like it. maybe I should do an English version?! :)

  3. reADactor schrieb am 11.05.2010 um 12:43 Uhr:

    well, why not? i saw you have and some good tuts for wp. you can increase the area of yr readers or incoming links from search engines :)

  4. Elke schrieb am 17.05.2010 um 20:56 Uhr:

    Pinsel mit Jitter von 1000% kann ich irgendwie nicht einstellen! Fehler? Irrtum? Aber danke für das Tut – hat mir geholfen.

  5. Birgit schrieb am 18.05.2010 um 09:16 Uhr:

    Danke Elke, du hast nen Fehler entdeckt ;)
    Es müßte Größen-Jitter 100% heißen – ist geändert.

Hallo, ich heiße Birgit Zimmermann und blogge hier über Webdesign und Webentwicklung, aber auch über persönliche Dinge. mehr Info…

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